ERB Laserschutzbrille – Gestell 53

ERB — Laserschutzbrille Er:YAG & CO₂ 2.940 + 10.600 nm

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Klare Laserschutzbrille nach DIN EN 207 für Er:YAG (2.940 nm) und CO₂ (10.600 nm) — extrem dunkel im Schutzbereich, ausgelegt für OP- und Dermatologieanwendungen.

Schutzstufen:
Wellenlänge DDauerstrich IGepulst RQ-Switch MModengekoppelt
190–260 nm DDauerstrichLB8 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>260–315 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
2740–2940 nm DDauerstrichLB3 IGepulstLB4 RQ-Switch MModengekoppelt
10600–10600 nm DDauerstrichLB3 IGepulstLB2 RQ-Switch MModengekoppelt
Gestell:
Frame #53
Frame #53
Fitover Designed to fit snugly over prescription glasses. Run a bit larger and wider than wrap-around frames. Large
B: 146 mmL: 156 mmH: 44 mm
Filterfarbe:
Klar
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Beschreibung

Der klare Filter ERB ist auf mittlere und ferne Infrarot-Laser ausgelegt und deckt den Bereich von 190 nm (UV-C) bis 10.600 nm (CO₂) ab. In diesem Bereich liegen Er:YAG (2.740–2.940 nm) und CO₂-Laser (10.600 nm) — die typischen Anwendungen für ERB in ablativer Chirurgie und Dermatologie. Im sichtbaren Spektrum bleibt das Filterglas nahezu transparent, sodass die natürliche Farbwahrnehmung erhalten bleibt.

Wichtig zur Schutzleistung: Dass die Wellenlänge Ihres Lasers im Schutzbereich liegt, bedeutet noch keinen ausreichenden Schutz. Maßgeblich ist die Schutzstufe (LB-Wert nach DIN EN 207) bei der konkreten Wellenlänge, dem Betriebsmodus und der Leistung Ihres Lasers. Die zertifizierten LB-Werte je Wellenlänge stehen im technischen Datenblatt.

Anwendungsbereiche

  • Dermatologie & Ästhetik: Ablative Hautbehandlungen mit Er:YAG (2.940 nm) und CO₂ (10.600 nm)
  • Chirurgie: Schnitt- und Abtragungslaser in HNO, MKG und Gynäkologie
  • Zahnmedizin: Hartgewebebearbeitung mit Er:YAG
  • Industrielle Materialbearbeitung: Gravur, Schnitt und Markierung mit CO₂-Laser
  • Wissenschaft & Forschung: IR-Spektroskopie und Materialanalyse

Filtereigenschaften

  • Glasfarbe: Klar
  • Lichttransmission (VLT): 0 % im UV/IR-Schutzbereich — im sichtbaren Spektrum nahezu klar; natürliche Farbwahrnehmung
  • Schutzbereich: 190–10.600 nm (UV-C bis fernes IR)
  • Zertifizierung: Nach DIN EN 207; zertifizierte Schutzstufen (LB-Werte) je Wellenlänge im technischen Datenblatt
  • Hinweis: Die Strahlung im Schutzbereich liegt außerhalb des sichtbaren Lichts — der Filter wirkt unsichtbar.

Einsatzkontext

ERB eignet sich für Behandlungsräume und Werkstätten, in denen Er:YAG- oder CO₂-Laser zum Einsatz kommen. Da diese Laser außerhalb des sichtbaren Spektrums arbeiten, beeinträchtigt der Filter die Sicht auf das Behandlungs- oder Werkstück nicht. Geeignet für Dauerbetrieb in Wrap-Around-Rahmen wie #44 oder #45, oder als Überbrille im Fitover-Rahmen #38 für Personal mit Korrektionsbrille.

Sicherheitshinweis: Nie in den Laserstrahl schauen, auch nicht mit Laserschutzbrille.

Technische Spezifikationen

Spektrale Transmission
024680%25%50%75%100%50010001500200025003000 Optische Dichte Wellenlänge (nm)
Optische Dichte (OD) Transmittanz (%T)
Schutzstufen nach EN 207
Wellenlänge DDauerstrich IGepulst RQ-Switch MModengekoppelt
190–260 nm DDauerstrichLB8 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>260–315 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
2740–2940 nm DDauerstrichLB3 IGepulstLB4 RQ-Switch MModengekoppelt
10600–10600 nm DDauerstrichLB3 IGepulstLB2 RQ-Switch MModengekoppelt
Filterfarbe
  • Klar
Filtermaterial

Polymer

Einsatzbereich
  • Medizin
  • Dental

Rahmentypen

Vier Bauformen — jede deckt eine andere Tragesituation ab.

Brillenrahmen #39

Fitover · Über der Sehbrille

Fitover-Modelle passen über die Korrektionsbrille — Breite vergleichen genügt.
Brillenrahmen #52

Wrap-around · Eng anliegend

Wrap-Around für Dauerbetrieb — Seitenschutz rundum, ohne Sehbrille darunter.

1+1 · Zwei Filter, ein Rahmen

#49 kombiniert zwei Laserfilter — oder Korrektionsgläser (Rx Plus).
Brillenrahmen #50

Goggles · Vollständige Abdeckung

Goggle mit Dichtrand für Hochleistungslaser und Hochrisikoumgebungen.

Häufige Fragen

Welche Laserschutzbrille passt zu meinem Laser?

Grundlage der Auswahl sind die technischen Daten des Lasers aus der Geräte-Dokumentation — insbesondere Wellenlänge (in nm) und Betriebsart (Dauerstrich, Impuls, gütegeschaltet, modengekoppelt). Mit diesen Angaben lässt sich die nach DIN EN 207 erforderliche Schutzstufe (LB1–LB10) bestimmen. Sind mehrere Lasersysteme im selben Arbeitsbereich im Einsatz, muss die Brille alle relevanten Wellenlängen abdecken.

Warum hat eine Brille für grünes Laserlicht eine rote Filterfarbe?

Laserschutzfilter absorbieren genau die Wellenlänge des Lasers — das durchgelassene Restlicht erscheint deshalb in der Komplementärfarbe. Ein Filter für 532 nm (grüner KTP-Laser) wirkt von außen rosa bis rot, ein Filter für rote Laser wirkt grünlich. Die Filterfarbe ist kein Designmerkmal, sondern ein direkter Hinweis auf den geschützten Spektralbereich.

Maßgeblich für die Schutzwirkung bleibt jedoch immer die Aufschrift am Filterglas, nicht die Glasfarbe.

Es liegt nur ein OD-Wert aus dem Datenblatt vor — was bedeutet das für DIN EN 207?

Maßgebend ist DIN EN 207 mit LB-Schutzstufen, nicht OD-Werte (Optical Density). Der numerische Wert einer LB-Stufe entspricht dem abgerundeten OD-Wert bei der geprüften Wellenlänge: LB7 bedeutet mindestens OD 7.

LB-Stufen sind dabei mehr als eine Umbenennung: Die Norm definiert geprüfte Bestrahlungsstärken und Impulsdauern, die ein reines OD-Datenblatt nicht bescheinigt. OD-Angaben können zur Orientierung dienen, ersetzen aber keine normgerechte Auswahl nach DIN EN 207.

Kann die Laserschutzbrille über eine Korrektionsbrille getragen werden?

Ja. Für diesen Fall stehen Fitover-Rahmen (Überziehbrillen) zur Verfügung — etwa der Rahmen #38 — die über die meisten gängigen Korrektionsbrillen passen. Die Größe richtet sich nach der Breite der Korrektionsbrille, gemessen von Mitte Scharnierbolzen zu Mitte Scharnierbolzen.

Für Wrap-Around-Modelle ohne Korrektionsbrille wird stattdessen die Kopfbreite an den Schläfen gemessen.

Wie pflege ich eine Laserschutzbrille richtig?

Falsche Pflege kann den Schutz beschädigen — vor allem bei Reflexionsbeschichtungen:

  • Reinigung nur mit Wasser und mildem Neutralreiniger, mit einem weichen Tuch abwischen
  • Kein Trockenreiben (Schleifwirkung auf der Beschichtung)
  • Keine Lösungsmittel, Alkohole, Desinfektionsmittel, kein Ultraschallbad, kein Einweichen
  • Aufbewahrung im mitgelieferten Etui — schützt vor UV-Strahlung und mechanischen Schäden
  • Vor jedem Einsatz visuell auf Kratzer, Risse oder abgeplatzte Beschichtung prüfen

Als Richtwert hält eine Laserschutzbrille 10–15 Jahre. Nach 10 Jahren empfiehlt die DGUV eine Herstellerprüfung. Bei sichtbaren Schäden ist die Brille sofort auszutauschen — Kratzer auf Reflexionsbeschichtungen können den Schutz vollständig aufheben.