IRD Laserschutzbrille – Gestell 53W

IRD — Laserschutzbrille Diode, Nd:YAG & Erbium-Faser 770–1.850 nm

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Grüne Laserschutzbrille nach DIN EN 207 für Diodenlaser, Nd:YAG (1.064 nm), Faserlaser und Erbium-Systeme (bis 1.850 nm) — breites NIR-Spektrum mit zusätzlichem UV-Schutz.

Schutzstufen:
Wellenlänge DDauerstrich IGepulst RQ-Switch MModengekoppelt
180–315 nm DDauerstrichLB6 IGepulst RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>315–400 nm DDauerstrichLB4 IGepulst RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
700–770 nm DDauerstrichLB1 IGepulstLB1 RQ-SwitchLB1 MModengekoppelt
>770–820 nm DDauerstrichLB2 IGepulstLB2 RQ-SwitchLB2 MModengekoppelt
>820–865 nm DDauerstrichLB3 IGepulstLB3 RQ-SwitchLB3 MModengekoppelt
>865–940 nm DDauerstrichLB4 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>940–1064 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB5 RQ-SwitchLB5 MModengekoppeltLB5
>1064–1400 nm DDauerstrichLB4 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppeltLB4
>1400–1840 nm DDauerstrichLB2 IGepulstLB2 RQ-Switch MModengekoppelt
>1840–1950 nm DDauerstrichLB1 IGepulstLB1 RQ-Switch MModengekoppelt
Gestell:
Frame #53
Frame #53
Fitover Designed to fit snugly over prescription glasses. Run a bit larger and wider than wrap-around frames. Large
B: 146 mmL: 156 mmH: 44 mm
Filterfarbe:
Grün
VLT VLT = Anteil des sichtbaren Lichts, der durch das Glas gelangt.

Tageslicht – Zapfensehen
Dämmerlicht – Stäbchensehen

Niedrigerer Wert → dunkleres Glas.
:
19 % (Tageslicht)
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Beschreibung

Der grüne Filter IRD deckt den Bereich von 180 nm (UV-C) bis 1.850 nm (Nahinfrarot) ab. In diesem Bereich liegen Diodenlaser (770–980 nm), Nd:YAG (1.064 nm), Faserlaser (1.070 nm) und Erbium-Faserlaser (1.550 nm) — die typischen Anwendungen für IRD in Industrie, Medizin und Telekommunikation.

Wichtig zur Schutzleistung: Dass die Wellenlänge Ihres Lasers im Schutzbereich liegt, bedeutet noch keinen ausreichenden Schutz. Maßgeblich ist die Schutzstufe (LB-Wert nach DIN EN 207) bei der konkreten Wellenlänge, dem Betriebsmodus und der Leistung Ihres Lasers. Die zertifizierten LB-Werte je Wellenlänge stehen im technischen Datenblatt.

Anwendungsbereiche

  • Industrielle Materialbearbeitung: Faserlaser (1.070 nm) und Diodenlaser für Schneiden, Schweißen, Markieren
  • Telekommunikation: Erbium-Faserlaser bei 1.550 nm
  • Ästhetische Medizin: Diodenlaser (808–980 nm) für Haarentfernung, Nd:YAG (1.064 nm) für Pigment- und Tattooentfernung
  • Zahnmedizin: Diodenlaser und Nd:YAG
  • Forschung: Justierarbeiten an NIR-Lasersystemen

Filtereigenschaften

  • Glasfarbe: Grün
  • Lichttransmission (VLT): 19 % — deutlich gedämpft, gute Beleuchtung am Arbeitsplatz empfehlenswert
  • Schutzbereich: 180–1.850 nm (UV-C bis NIR)
  • Zertifizierung: Nach DIN EN 207; zertifizierte Schutzstufen (LB-Werte) je Wellenlänge im technischen Datenblatt

Einsatzkontext

IRD eignet sich als breiter NIR-Schutz für Anwender, die mit mehreren Lasertypen im Bereich Diode, Nd:YAG, Faser oder Erbium arbeiten. Die deutliche Filterdämpfung verlangt eine gut ausgeleuchtete Arbeitsumgebung. Empfohlene Rahmen: Wrap-Around #44 oder #45 für den Dauerbetrieb, Fitover #38 für Personal mit Korrektionsbrille.

Sicherheitshinweis: Nie in den Laserstrahl schauen, auch nicht mit Laserschutzbrille.

Technische Spezifikationen

Spektrale Transmission
024680%25%50%75%100%500100015002000 Optische Dichte Wellenlänge (nm)
Optische Dichte (OD) Transmittanz (%T)
Schutzstufen nach EN 207
Wellenlänge DDauerstrich IGepulst RQ-Switch MModengekoppelt
180–315 nm DDauerstrichLB6 IGepulst RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>315–400 nm DDauerstrichLB4 IGepulst RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
700–770 nm DDauerstrichLB1 IGepulstLB1 RQ-SwitchLB1 MModengekoppelt
>770–820 nm DDauerstrichLB2 IGepulstLB2 RQ-SwitchLB2 MModengekoppelt
>820–865 nm DDauerstrichLB3 IGepulstLB3 RQ-SwitchLB3 MModengekoppelt
>865–940 nm DDauerstrichLB4 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>940–1064 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB5 RQ-SwitchLB5 MModengekoppeltLB5
>1064–1400 nm DDauerstrichLB4 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppeltLB4
>1400–1840 nm DDauerstrichLB2 IGepulstLB2 RQ-Switch MModengekoppelt
>1840–1950 nm DDauerstrichLB1 IGepulstLB1 RQ-Switch MModengekoppelt
Filterfarbe
  • Grün
VLT (Tageslicht)

19 %

Filtermaterial

Polymer

Einsatzbereich
  • Ultrakurzpuls
  • Medizin
  • Forschung

Rahmentypen

Vier Bauformen — jede deckt eine andere Tragesituation ab.

Brillenrahmen #39

Fitover · Über der Sehbrille

Fitover-Modelle passen über die Korrektionsbrille — Breite vergleichen genügt.
Brillenrahmen #52

Wrap-around · Eng anliegend

Wrap-Around für Dauerbetrieb — Seitenschutz rundum, ohne Sehbrille darunter.

1+1 · Zwei Filter, ein Rahmen

#49 kombiniert zwei Laserfilter — oder Korrektionsgläser (Rx Plus).
Brillenrahmen #50

Goggles · Vollständige Abdeckung

Goggle mit Dichtrand für Hochleistungslaser und Hochrisikoumgebungen.

Häufige Fragen

Welche Laserschutzbrille passt zu meinem Laser?

Grundlage der Auswahl sind die technischen Daten des Lasers aus der Geräte-Dokumentation — insbesondere Wellenlänge (in nm) und Betriebsart (Dauerstrich, Impuls, gütegeschaltet, modengekoppelt). Mit diesen Angaben lässt sich die nach DIN EN 207 erforderliche Schutzstufe (LB1–LB10) bestimmen. Sind mehrere Lasersysteme im selben Arbeitsbereich im Einsatz, muss die Brille alle relevanten Wellenlängen abdecken.

Warum hat eine Brille für grünes Laserlicht eine rote Filterfarbe?

Laserschutzfilter absorbieren genau die Wellenlänge des Lasers — das durchgelassene Restlicht erscheint deshalb in der Komplementärfarbe. Ein Filter für 532 nm (grüner KTP-Laser) wirkt von außen rosa bis rot, ein Filter für rote Laser wirkt grünlich. Die Filterfarbe ist kein Designmerkmal, sondern ein direkter Hinweis auf den geschützten Spektralbereich.

Maßgeblich für die Schutzwirkung bleibt jedoch immer die Aufschrift am Filterglas, nicht die Glasfarbe.

Es liegt nur ein OD-Wert aus dem Datenblatt vor — was bedeutet das für DIN EN 207?

Maßgebend ist DIN EN 207 mit LB-Schutzstufen, nicht OD-Werte (Optical Density). Der numerische Wert einer LB-Stufe entspricht dem abgerundeten OD-Wert bei der geprüften Wellenlänge: LB7 bedeutet mindestens OD 7.

LB-Stufen sind dabei mehr als eine Umbenennung: Die Norm definiert geprüfte Bestrahlungsstärken und Impulsdauern, die ein reines OD-Datenblatt nicht bescheinigt. OD-Angaben können zur Orientierung dienen, ersetzen aber keine normgerechte Auswahl nach DIN EN 207.

Kann die Laserschutzbrille über eine Korrektionsbrille getragen werden?

Ja. Für diesen Fall stehen Fitover-Rahmen (Überziehbrillen) zur Verfügung — etwa der Rahmen #38 — die über die meisten gängigen Korrektionsbrillen passen. Die Größe richtet sich nach der Breite der Korrektionsbrille, gemessen von Mitte Scharnierbolzen zu Mitte Scharnierbolzen.

Für Wrap-Around-Modelle ohne Korrektionsbrille wird stattdessen die Kopfbreite an den Schläfen gemessen.

Wie pflege ich eine Laserschutzbrille richtig?

Falsche Pflege kann den Schutz beschädigen — vor allem bei Reflexionsbeschichtungen:

  • Reinigung nur mit Wasser und mildem Neutralreiniger, mit einem weichen Tuch abwischen
  • Kein Trockenreiben (Schleifwirkung auf der Beschichtung)
  • Keine Lösungsmittel, Alkohole, Desinfektionsmittel, kein Ultraschallbad, kein Einweichen
  • Aufbewahrung im mitgelieferten Etui — schützt vor UV-Strahlung und mechanischen Schäden
  • Vor jedem Einsatz visuell auf Kratzer, Risse oder abgeplatzte Beschichtung prüfen

Als Richtwert hält eine Laserschutzbrille 10–15 Jahre. Nach 10 Jahren empfiehlt die DGUV eine Herstellerprüfung. Bei sichtbaren Schäden ist die Brille sofort auszutauschen — Kratzer auf Reflexionsbeschichtungen können den Schutz vollständig aufheben.