ZS2 — Laserschutzbrille KTP & Gelb 532–561 nm

ZS2 — Laserschutzbrille KTP & Gelb 532–561 nm

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Rote Laserschutzbrille nach DIN EN 207 für KTP (532) und Gelb-Farbstofflaser (561 nm) — für Gefäßbehandlung und Pigmentlaser.

Schutzstufen:
Wellenlänge DDauerstrich IGepulst RQ-Switch MModengekoppelt
180–315 nm DDauerstrichLB7 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>315–390 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB5 RQ-SwitchLB5 MModengekoppeltLB5
532–532 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB6 RQ-SwitchLB6 MModengekoppelt
561–561 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB6 RQ-SwitchLB6 MModengekoppelt
Gestell:
Frame #51
Frame #51
Fitover Designed to fit snugly over prescription glasses. Run a bit larger and wider than wrap-around frames. Medium
B: 140 mmL: 156 mmH: 43 mm
Filterfarbe:
Rot
VLT VLT = Anteil des sichtbaren Lichts, der durch das Glas gelangt.

Tageslicht – Zapfensehen
Dämmerlicht – Stäbchensehen

Niedrigerer Wert → dunkleres Glas.
:
19 % (Tageslicht)
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Beschreibung

Der rote Filter ZS2 deckt den Bereich von 180 nm (UV-C) bis 561 nm (Gelb) ab. In diesem Bereich liegen KTP (532 nm) und Gelb-Farbstofflaser (561 nm) — die typischen Anwendungen für ZS2 in der ästhetischen Dermatologie und Augenheilkunde.

Wichtig zur Schutzleistung: Dass die Wellenlänge Ihres Lasers im Schutzbereich liegt, bedeutet noch keinen ausreichenden Schutz. Maßgeblich ist die Schutzstufe (LB-Wert nach DIN EN 207) bei der konkreten Wellenlänge, dem Betriebsmodus und der Leistung Ihres Lasers. Die zertifizierten LB-Werte je Wellenlänge stehen im technischen Datenblatt.

Anwendungsbereiche

  • Dermatologie & Ästhetik: KTP (532 nm) für Gefäßbehandlung, Gelblaser (561 nm) für Pigmentläsionen
  • Augenheilkunde: Photokoagulation der Netzhaut
  • Tattooentfernung: Q-Switched-Systeme bei 532 nm für rote, orange und gelbe Pigmente
  • Permanent Make-Up: Entfernung farbiger Pigmentierung
  • Wissenschaft: Spektroskopie im sichtbaren Bereich

Filtereigenschaften

  • Glasfarbe: Rot
  • Lichttransmission (VLT): 19 % — gedämpfte Sicht, Grün- und Blautöne werden absorbiert
  • Schutzbereich: 180–561 nm (UV-C bis Gelb)
  • Zertifizierung: Nach DIN EN 207; zertifizierte Schutzstufen (LB-Werte) je Wellenlänge im technischen Datenblatt
  • Hinweis: Kein Schutz im NIR-Bereich — bei Kombi mit Nd:YAG zusätzliches Filtermodell wählen.

Einsatzkontext

ZS2 ist eine Wahl für Praxen mit Schwerpunkt auf grünen und gelben Behandlungslasern. Die rote Filterfarbe verändert die Wahrnehmung des Hautbildes — bei Mischbetrieb mit weiteren Wellenlängen empfiehlt sich ein Breitbandfilter wie DI2 oder ML1. Empfohlene Rahmen: Wrap-Around #44 oder #45 für den Dauerbetrieb, Fitover #38 oder #43 für Personal mit Korrektionsbrille.

Sicherheitshinweis: Nie in den Laserstrahl schauen, auch nicht mit Laserschutzbrille.

Technische Spezifikationen

Spektrale Transmission
024680%25%50%75%100%2004006008001000 Optische Dichte Wellenlänge (nm)
Optische Dichte (OD) Transmittanz (%T)
Schutzstufen nach EN 207
Wellenlänge DDauerstrich IGepulst RQ-Switch MModengekoppelt
180–315 nm DDauerstrichLB7 IGepulstLB4 RQ-SwitchLB4 MModengekoppelt
>315–390 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB5 RQ-SwitchLB5 MModengekoppeltLB5
532–532 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB6 RQ-SwitchLB6 MModengekoppelt
561–561 nm DDauerstrichLB5 IGepulstLB6 RQ-SwitchLB6 MModengekoppelt
Filterfarbe
  • Rot
VLT (Tageslicht)

19 %

Filtermaterial

Polymer

Einsatzbereich
  • Ultrakurzpuls
  • Medizin

Rahmentypen

Vier Bauformen — jede deckt eine andere Tragesituation ab.

Brillenrahmen #39

Fitover · Über der Sehbrille

Fitover-Modelle passen über die Korrektionsbrille — Breite vergleichen genügt.
Brillenrahmen #52

Wrap-around · Eng anliegend

Wrap-Around für Dauerbetrieb — Seitenschutz rundum, ohne Sehbrille darunter.

1+1 · Zwei Filter, ein Rahmen

#49 kombiniert zwei Laserfilter — oder Korrektionsgläser (Rx Plus).
Brillenrahmen #50

Goggles · Vollständige Abdeckung

Goggle mit Dichtrand für Hochleistungslaser und Hochrisikoumgebungen.

Häufige Fragen

Welche Laserschutzbrille passt zu meinem Laser?

Grundlage der Auswahl sind die technischen Daten des Lasers aus der Geräte-Dokumentation — insbesondere Wellenlänge (in nm) und Betriebsart (Dauerstrich, Impuls, gütegeschaltet, modengekoppelt). Mit diesen Angaben lässt sich die nach DIN EN 207 erforderliche Schutzstufe (LB1–LB10) bestimmen. Sind mehrere Lasersysteme im selben Arbeitsbereich im Einsatz, muss die Brille alle relevanten Wellenlängen abdecken.

Warum hat eine Brille für grünes Laserlicht eine rote Filterfarbe?

Laserschutzfilter absorbieren genau die Wellenlänge des Lasers — das durchgelassene Restlicht erscheint deshalb in der Komplementärfarbe. Ein Filter für 532 nm (grüner KTP-Laser) wirkt von außen rosa bis rot, ein Filter für rote Laser wirkt grünlich. Die Filterfarbe ist kein Designmerkmal, sondern ein direkter Hinweis auf den geschützten Spektralbereich.

Maßgeblich für die Schutzwirkung bleibt jedoch immer die Aufschrift am Filterglas, nicht die Glasfarbe.

Es liegt nur ein OD-Wert aus dem Datenblatt vor — was bedeutet das für DIN EN 207?

Maßgebend ist DIN EN 207 mit LB-Schutzstufen, nicht OD-Werte (Optical Density). Der numerische Wert einer LB-Stufe entspricht dem abgerundeten OD-Wert bei der geprüften Wellenlänge: LB7 bedeutet mindestens OD 7.

LB-Stufen sind dabei mehr als eine Umbenennung: Die Norm definiert geprüfte Bestrahlungsstärken und Impulsdauern, die ein reines OD-Datenblatt nicht bescheinigt. OD-Angaben können zur Orientierung dienen, ersetzen aber keine normgerechte Auswahl nach DIN EN 207.

Kann die Laserschutzbrille über eine Korrektionsbrille getragen werden?

Ja. Für diesen Fall stehen Fitover-Rahmen (Überziehbrillen) zur Verfügung — etwa der Rahmen #38 — die über die meisten gängigen Korrektionsbrillen passen. Die Größe richtet sich nach der Breite der Korrektionsbrille, gemessen von Mitte Scharnierbolzen zu Mitte Scharnierbolzen.

Für Wrap-Around-Modelle ohne Korrektionsbrille wird stattdessen die Kopfbreite an den Schläfen gemessen.

Wie pflege ich eine Laserschutzbrille richtig?

Falsche Pflege kann den Schutz beschädigen — vor allem bei Reflexionsbeschichtungen:

  • Reinigung nur mit Wasser und mildem Neutralreiniger, mit einem weichen Tuch abwischen
  • Kein Trockenreiben (Schleifwirkung auf der Beschichtung)
  • Keine Lösungsmittel, Alkohole, Desinfektionsmittel, kein Ultraschallbad, kein Einweichen
  • Aufbewahrung im mitgelieferten Etui — schützt vor UV-Strahlung und mechanischen Schäden
  • Vor jedem Einsatz visuell auf Kratzer, Risse oder abgeplatzte Beschichtung prüfen

Als Richtwert hält eine Laserschutzbrille 10–15 Jahre. Nach 10 Jahren empfiehlt die DGUV eine Herstellerprüfung. Bei sichtbaren Schäden ist die Brille sofort auszutauschen — Kratzer auf Reflexionsbeschichtungen können den Schutz vollständig aufheben.